Keine Rheinromantik, Dackelsichtung und Musik hilft. Notizen vom 20. Januar 2017.
Ich trete zur Tür hinaus und lutsche ein Kräuterklümpchen. Meine Tageszeitung hat heute dem Test von Kräuterklümpchen vier Seiten im Magazin gewidmet. Ernsthaft! Mich macht das fertig. Ich trage ihnen natürlich sehr nach, dass sie die wöchentliche Musikkolumne des fabelhaften Martin Weber rausgeworfen haben. Stattdessen dann sowas. Letzte Woche wurde lange Unterhosen getestet. Well.
Ich mag Zeitungen. Nicht unbedingt wegen der Weltnachrichten. Ich mag das Blättern, die Kleinstmeldungen am Rande, die skurrilen Fundstücke im Kleinanzeigenteil und insbesondere möchte ich Lokales. Was geht in meiner Stadt vor? Und warum? Welche Menschen machen Sachen?
Es ist ein Graus. Die Tageszeitung hier in Köln geht immer mehr vor die Hunde. Und eine lokale Alternative gibt es nicht, weil der Verlag dahinter über Jahrzehnte alle, die es versuchten, weggebissen hat.
Gut, ich schweife ab. Mit vollem Kopf stürze ich mich in meinen Weg zur Arbeit im Heimbüro. Weil meine Blase momentan den Aufstand probt, wird er heute ein wenig kürzer. Als ich beim Rhein ankomme, ist mein Kopf schon wieder etwas klarer. Hallo, Schiffe!

Rheinromantik kommt nicht auf. Auch wenn ich gern aufs vorbeiströmende Wasser blicke und die Rheinlandschaften außerhalb sehr mag. In Köln ist der Rhein quasi eine Autobahn für Schiffe.
















