Notizen am 2. Januar 2017. Mit Schnee, Vorsätzen und Ringelnatz.
Dieses Jahr braucht mehr alltägliches Draußen. Ich schlage dem Heimbüro ein Schnippchen und baue einfach einen Weg zur Arbeit ein. Selbst wenn der Weg zum Schreibtisch wieder nach Hause führt.

Es hat geschneit. In Köln eine Sensation. Weiße Matsche über den Resten der Silvesternacht. Die Müllmänner fluchen. Es taut. Alles nass.
Auf der Hundewiese begeistert tobende Hunde. Sie stecken ihre Nasen in den Schnee, tauchen mit Schneehäufchen darauf wieder auf, schütteln sich und rennen hintereinander her, so schnell sie können.
In der Hand mein neues Aufnahmegerät. Normalerweise nahm ich meine Podcasts immer mit dem Taschenapfel auf. Nachdem ich diesen im letzten Jahr beim Kochen in Olivenöl tunkte, scheppert das Mikro. Nun bin ich aber bestens ausgerüstet und kann wieder Podcasts aufnehmen. Prompt herrscht in meinem Kopf Leere. Ich werde mit dem Gerät erstmal vertrauter werden müssen. Der Rest wird sich ergeben.
Beim Spazierengehen laut in mein Aufnahmegerät zu sprechen, funktioniert allerdings nicht. Ich finde es komisch und vor allem möchte ich einfach ein bißchen herumlaufen. Und schweigen.
Vorsätze, das klingt immer so doof und nach vorprogrammiertem Scheitern.
